RealSexClub und FuckFinder sehen aus wie zwei Kontaktbörsen. Sie teilen sich aber dieselbe Seitenvorlage, dasselbe Impressum und denselben Hinweis: Wer sich anmeldet, landet bei einem anderen Anbieter. Diese Seite zeigt, was beide Seiten selbst über sich sagen, was öffentlich über sie zu finden ist und was du vor einer Zahlung prüfen solltest.
Stand: 8. Oktober 2026. Grundlage sind die Startseiten, das Impressum und die verlinkten Bedingungen beider Seiten, an diesem Tag abgerufen. Wir haben keines der beiden Angebote mit einem eigenen Konto getestet.
Kurz gesagt
- Derselbe Betreiber: Beide Seiten nennen im Impressum die Ultimate Enterprises Ltd, Hongkong.
- Weiterleitung: Laut Impressum wird die Anmeldung an einen anderen Anbieter weitergeleitet. Dessen AGB und Datenschutz gelten dann, nicht die der Seite, auf der du dich angemeldet hast.
- RealSexClub sagt es selbst: Alle Chatpartner sind virtuelle Profile, moderiert von echten Menschen. Reale Treffen sind nicht möglich.
- FuckFinder wirbt mit Treffen. Was tatsächlich gilt, steht erst in den Bedingungen des Anbieters, zu dem du nach der Anmeldung weitergeleitet wirst.
Wer hinter beiden Seiten steht
Das Impressum ist auf beiden Seiten dieselbe Datei. Es nennt die Ultimate Enterprises Ltd, Registriernummer 240948, mit Adresse in der 28 Queens Road, Central, Hongkong. Der zentrale Satz darin lautet sinngemäß: Die Firma ist allein für den Inhalt dieser Website verantwortlich; sobald sich ein Verbraucher registriert und die Registrierung an einen anderen Anbieter weitergeleitet wird, gelten dessen Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärung.
Die Seite, die du siehst, ist also eine Vorschaltseite. Den Vertrag schließt du mit jemand anderem, und wer das ist, erfährst du erst im Lauf der Anmeldung.
Ein zweites Detail fällt auf: Der Link „Geschäftsbedingungen“ führt auf beiden Seiten zu einem Dokument, das ein Netzwerk für Affiliate-Marketing beschreibt, also die Regeln zwischen dem Betreiber, Werbepartnern und Werbekunden. Verbraucherbedingungen mit Preisen, Laufzeiten und Kündigung stehen darin nicht.
Was RealSexClub über sich selbst sagt
Im Text am Fuß der Startseite steht, auf Englisch: Das Portal sei ein soziales Netzwerk für Chats, alle Chatpartner seien virtuelle Profile, moderiert von echten Menschen, und reale Treffen mit ihnen seien nicht möglich. Weiter heißt es, Registrierung und Profil seien kostenlos und ein Abo sei für die Nutzung nicht nötig.
Das ist dasselbe Modell, das wir bei Fremdgehen69 in den AGB gefunden haben: ein bezahlter Erotik-Chat mit Moderatoren, kein Ort für Verabredungen. Der Name „RealSexClub“ sagt etwas anderes als der eigene Hinweistext.
Was FuckFinder über sich selbst sagt
Die Startseite von FuckFinder verspricht, man finde dort sicher eine Partnerin, man könne vor einem Treffen mit beliebig vielen Frauen chatten und Fotos tauschen. Einen Hinweis auf moderierte Profile haben wir im sichtbaren Text der Startseite nicht gefunden. Beim Anmelden bestätigt man aber, neben AGB und Datenschutz auch „Richtlinien zur Unterhaltung“ gelesen zu haben. Bei RealSexClub steht derselbe Satz, und dort ist das Modell ausdrücklich ein moderierter Chat.
Ob für FuckFinder dasselbe gilt, entscheidet der Anbieter, an den die Anmeldung weitergeleitet wird. Seine Bedingungen sind das Dokument, das du vor jeder Zahlung lesen solltest.
RealSexClub ansehen (Chat-Portal)AnzeigeNur für Erwachsene ab 18 Jahren. Laut Anbieter moderierte Profile, keine realen Treffen.
RealSexClub und FuckFinder: Erfahrungen und Warnhinweise
Eigene Erfahrungen haben wir nicht. In den Google-Ergebnissen vom 8. Oktober 2026 stehen bei beiden Namen vor allem automatische Prüfdienste: URL-Scanner wie Gridinsoft und ScamAdviser führen die Domains mit niedrigen Vertrauenswerten und als verdächtige Dating-Seiten. Solche Scanner werten technische Merkmale aus, etwa Domain-Alter, Hosting und Einträge auf Sperrlisten. Sie beweisen keinen Betrug, sind aber ein Grund, genauer hinzusehen.
In Foren wie gutefrage.net taucht seit Jahren dieselbe Frage auf: ob es Sexdating-Seiten ohne Fake-Profile gibt. Die Antwort hängt weniger vom Namen der Seite ab als vom Abrechnungsmodell. Wer an jeder Nachricht verdient, hat kein Interesse daran, dass ein Gespräch in einem Treffen endet. Mehr dazu unter Chat oder Treffen: worauf ein Portal ausgelegt ist.
Bevor du dich anmeldest: fünf Prüfungen
- Wohin wirst du weitergeleitet? Notiere die Adresse und den Firmennamen der Seite, auf der du nach der Anmeldung landest.
- Deren AGB lesen, nicht die der Vorschaltseite. Suche nach Wörtern wie „virtuelle Profile“, „Moderatoren“, „Animateure“ oder „Unterhaltung“.
- Preis und Laufzeit auf der Zahlungsseite prüfen, bevor du bestätigst. Coins sind Einmalkäufe, Mitgliedschaften verlängern sich oft automatisch.
- Kündigungsbutton suchen. Für Verträge, die online in Deutschland geschlossen werden, schreibt § 312k BGB ihn vor. Fehlt er, kannst du jederzeit fristlos kündigen. Unser Leitfaden zum Kündigen erklärt den Ablauf.
- Eigene E-Mail-Adresse ohne Namensbezug verwenden. Tipps dazu im Ratgeber zur Diskretion.
Die vollständige Liste mit zwölf Punkten steht in der Prüfliste für seriöse Sexdating-Seiten.
Für wen das passt und für wen nicht
Es passt, wenn du bewusst einen Erotik-Chat suchst, weißt, dass dort Moderatoren schreiben können, und dir ein festes Budget setzt.
Es passt nicht, wenn du ein echtes Treffen suchst. RealSexClub schließt das ausdrücklich aus, und bei FuckFinder entscheidet ein Anbieter, den du erst nach der Anmeldung kennst.
Wer einen Erotik-Chat will und Wert auf offen dokumentierte Bedingungen legt, findet bei Fremdgehen69 einen Betreiber in der EU (Casual Networks B.V., Niederlande), veröffentlichte Preise und deutsche AGB. Das Modell ist dasselbe: moderierte Profile, keine realen Treffen.
Fremdgehen69 ansehen (Erotik-Chat)AnzeigeNur für Erwachsene ab 18 Jahren. Moderierte Profile, keine realen Treffen.
Weitere Anbieter und die Methode, mit der du jedes Portal selbst beurteilst, stehen unter Alternativen zu den großen Portalen.
Häufige Fragen
Ist RealSexClub seriös?
RealSexClub sagt selbst, dass alle Chatpartner virtuelle, moderierte Profile sind und reale Treffen nicht möglich sind. Betreiber ist laut Impressum eine Firma in Hongkong, die Anmeldungen an einen anderen Anbieter weiterleitet. Wer ein Treffen sucht, ist dort falsch.
Wer betreibt FuckFinder?
Laut Impressum die Ultimate Enterprises Ltd in Hongkong, dieselbe Firma wie bei RealSexClub. Nach der Anmeldung gelten die Bedingungen des Anbieters, an den du weitergeleitet wirst.
Kann man bei RealSexClub echte Frauen treffen?
Nein. Der Hinweistext auf der Startseite schließt reale Treffen mit den Chatpartnern aus.
Kostet die Anmeldung etwas?
Die Registrierung ist laut RealSexClub kostenlos. Kosten entstehen beim Anbieter, an den du weitergeleitet wirst, meist für Nachrichten oder eine Mitgliedschaft. Prüfe Preis und Laufzeit auf der Zahlungsseite.